Ein Balkendiagramm vergleicht Kategorien mit waagerechten Balken. Ein Säulendiagramm zeigt dieselben Werte mit senkrechten Säulen. Hier prüfst du an 120 erfundenen Anmeldungen, wie Ausrichtung, Skala und Zählregel den Vergleich beeinflussen. Alle Beispiele lassen sich mit ihren Daten im passenden Maker öffnen.
Was zeigt ein Balkendiagramm?
Jeder Balken steht für eine Kategorie und genau eine Messgröße. In unserem Beispiel sind die Kategorien Web, E-Mail, Empfehlung und Veranstaltung. Die Messgröße ist die Anzahl der Anmeldungen in derselben Woche. Jede Anmeldung erhält einen Hauptkanal, damit sie nicht mehrfach in der Summe erscheint.
| Hauptkanal | Anmeldungen |
|---|---|
| Web | 48 |
| 36 | |
| Empfehlung | 24 |
| Veranstaltung | 12 |
| Beschriftung | Anmeldungen |
|---|---|
| Web | 48 |
| 36 | |
| Empfehlung | 24 |
| Veranstaltung | 12 |
Über Web kommen mit 48 doppelt so viele Anmeldungen wie über Empfehlung mit 24. Das kannst du an den Zahlen und an den Balkenlängen prüfen. Beginnt die Achse erst bei 20, zeigen die sichtbaren Längen nur noch 28 und 4 Einheiten. Aus dem Verhältnis 2 zu 1 wird im Bild 7 zu 1, obwohl die Werte gleich bleiben.
Balken oder Säulen: die Ausrichtung passend wählen
Im Deutschen unterscheiden die Namen die Ausrichtung. Englische Anleitungen verwenden „bar graph“ auch für senkrechte Säulen. Übernimm die englische Bezeichnung deshalb nicht ungeprüft als „Balkendiagramm“ in deinen Bericht.
Waagerechte Balken lassen längeren Namen Platz. Für wenige kurze Namen funktionieren Säulen ebenfalls. Bei Monaten behältst du die zeitliche Reihenfolge bei, auch wenn die höchste Säule dann mitten im Diagramm steht.
Halte Balkenbreiten und Abstände gleichmäßig. Perspektive und dekorative Formen erschweren es, das Ende eines Balkens abzulesen. Für einen Verlauf über viele Zeitpunkte eignet sich oft ein Liniendiagramm besser.
| Beschriftung | Anmeldungen |
|---|---|
| Web | 48 |
| 36 | |
| Empfehlung | 24 |
| Veranstaltung | 12 |
Öffne Balkendiagramm erstellen für eine waagerechte Darstellung oder Säulendiagramm erstellen für die senkrechte. Die folgenden Regeln gelten für beide Formen.
Regel 1: Lege Messgröße und Zeitraum fest
Schreibe zuerst auf, was eine Zeile bedeutet. Zählst du Anmeldungen, Bestellungen oder einzelne Menschen? Eine Person mit drei Bestellungen zählt je nach Auswertung einmal oder dreimal. Nenne die Entscheidung neben dem Diagramm, wenn sie den Vergleich verändert.
Auch Prozentwerte brauchen dieselbe Bedeutung. Der Anteil eines Kanals an allen Anmeldungen ist etwas anderes als seine Anmelderate: Dafür teilst du die Anmeldungen durch die Zahl der Besucher dieses Kanals. Unser Beispiel enthält keine Besucherzahlen. Aus den höheren Anmeldezahlen lässt sich deshalb keine höhere Anmelderate ableiten.
Prüfe auch den Zeitraum. Ein Kanal darf nicht den ganzen Monat enthalten, während ein anderer erst seit Montag gemessen wird. Eine Überschrift wie „Anmeldungen nach Hauptkanal, Kalenderwoche 20“ erklärt mehr als „Unsere Leistung“.
Regel 2: Bereite eine Zeile je Kategorie vor
Nutze eine Spalte für den Namen und eine für den Wert. Fasse wiederholte Kategorien vorher zusammen. Entferne eine Gesamtsumme, wenn sie sonst neben ihren eigenen Teilen als weiterer Balken erscheinen würde.
Enthält deine Liste eine Zeile je Anmeldung, zähle zuerst die Zeilen je Kanal. Bei einer kurzen Liste kannst du für jeden Namen eine Strichliste führen. Die Summe der Kategorien muss zur Zahl der ursprünglichen Zeilen passen. Mit unserer Zählregel ergibt diese Prüfung 120.
Kopiere die beiden Spalten einschließlich Überschrift aus deiner Tabellenkalkulation. Öffne im Maker „Daten einfügen“ und prüfe die Vorschau vor dem Übernehmen. Achte darauf, dass Spalten nicht verrutschen und Zahlen nicht als Namen eingelesen werden.
Eine fehlende Messung ist kein gemessener Wert von 0. Erkläre die Lücke im Begleittext und behalte die Kategorie in der Datentabelle.
Regel 3: Beginne Balken bei 0
Die Länge eines gewöhnlichen Balkens stellt seinen Wert dar. Dafür brauchen alle Balken dieselbe Nulllinie. Diese Regel begründet das ONS-Handbuch zu Balkendiagrammen.
Negative Werte reichen von 0 in die Gegenrichtung. Gib zum Beispiel für eine Veränderung den Wert -6 ein. Im waagerechten Diagramm muss der Balken dann links von 0 enden.
Wenn auf dieser Skala kleine Unterschiede untergehen, ändere die Darstellung statt den Ausgangspunkt der Balken. Ein Punktdiagramm kann Positionen auf einer beschrifteten, verkürzten Skala vergleichen. Es verspricht kein Verhältnis über die Länge eines Balkens.
Regel 4: Ordne nach der Frage
Für „Welcher Kanal liefert am meisten?“ hilft eine absteigende Reihenfolge. Für Monate, Altersstufen oder Bewertungen ist ihre natürliche Reihenfolge wichtiger. Verschiebe solche Kategorien nicht nur, damit links oder oben ein großer Wert steht.
Gleiche Werte behalten gleich lange Balken. Wähle für solche Gleichstände eine feste zweite Sortierung, etwa nach Namen. Kategorien wie „Sonstiges“ oder „Keine Antwort“ können am Ende stehen, wenn du ihre Rolle erklärst.
Verwende bei mehreren Diagrammen dieselbe Reihenfolge, wenn Leser sie vergleichen sollen. Sonst müssen sie dieselbe Kategorie nach jedem Wechsel neu suchen. Schau auf die Namen, bevor du die Sortieroption des Makers einschaltest.
Sortiere in einer Tabellenkalkulation immer die ganzen Zeilen. Wer nur die Zahlenspalte sortiert, ordnet den Kategorien fremde Werte zu. Bei mehreren Datenreihen müssen alle Werte an ihrer Kategorie bleiben.
Probiere es mit deinen Daten
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Änderungen ansehen →Regel 5: Beschrifte Werte und erkläre Farbe
Nenne die Einheit am Diagramm: Anmeldungen, Euro oder Minuten. Schreibe die Kategorien aus, solange Platz vorhanden ist. Lange Namen sind ein Grund für waagerechte Balken; gedrehte oder winzige Beschriftungen sind keine gute Platzersparnis.
Eine Farbe genügt für einen Datensatz. Hebst du einen Kanal hervor, erkläre den Grund auch mit Worten. Farbe allein soll weder die Aussage noch eine wichtige Warnung vermitteln. Die W3C-Hinweise zu komplexen Bildern beschreiben ergänzende Textalternativen für Datenbilder.
Stelle die genauen Werte als Text oder in einer nutzbaren Tabelle bereit. Eine kurze Bildbeschreibung benennt das Diagramm; bei mehreren Aussagen brauchst du eine ausführlichere Erklärung. Die Ausgangstabelle und der Begleittext machen unser Beispiel auch ohne Farbe prüfbar.
Regel 6: Prüfe den Export und behalte die Quelle
Vergleiche jeden dargestellten Wert mit der Ausgangstabelle. Prüfe das Diagramm auf einem Telefon: Namen, Zahlen und Quelle müssen lesbar bleiben. Ein Tooltip ersetzt keine verständliche Beschriftung im späteren PNG.
Lies den längsten Namen sowie die erste und letzte Beschriftung. Vergleiche dann die beiden ähnlichsten Werte. Gib dem Diagramm mehr Höhe, bevor du die gesamte Schrift verkleinerst.
Prüfe helle und dunkle Darstellung, falls deine Seite beide anbietet. Mehrere Diagramme zum direkten Vergleich brauchen dieselbe Wertskala.
PNG und SVG sind Momentaufnahmen. Eine Live-Einbettung zeigt die Daten ihrer Spezifikation. Eingefügte Zellen stellen keine Verbindung zur Tabellenkalkulation her. Speichere den Bearbeitungslink oder JSON zusätzlich zur veröffentlichten Fassung. So kannst du einen Fehler berichtigen, ohne die Daten aus dem fertigen Bild zurückzugewinnen.
Balkendiagramm auf Papier zeichnen
Für die vier Ausgangswerte genügt eine waagerechte Wertachse von 0 bis 50 in gleich großen Zehnerschritten. Schreibe die Kanalnamen untereinander an die linke Seite. Zeichne gleich breite Balken bis 48, 36, 24 und 12 mit gleichmäßigen Abständen. Ergänze einen Titel und den Zeitraum.
48 liegt zwischen den Marken 40 und 50, 24 zwischen 20 und 30. Verschiebe bei Platzmangel die Beschriftung, ohne die Abstände auf der Skala zu verändern. Für ein Säulendiagramm stehen die Namen unten; die Wertachse verläuft nach oben. Deine eigene Skala muss den größten Wert einschließen.
Eine Korrektur bis zur Veröffentlichung verfolgen
Angenommen, E-Mail hat 40 statt 36 Anmeldungen. Dann steigt die Summe von 120 auf 124. Web, Empfehlung und Veranstaltung bleiben unverändert. Vergleiche die Korrektur mit dem ersten Balkendiagramm auf derselben Skala.
| Beschriftung | Anmeldungen |
|---|---|
| Web | 48 |
| 40 | |
| Empfehlung | 24 |
| Veranstaltung | 12 |
Aktualisiere anschließend das veröffentlichte Diagramm und den Begleittext zusammen. Ersetze die alte Summe und prüfe die Aussagen zu den Verhältnissen erneut. Erzeuge nach der Änderung einen neuen Bearbeitungslink und bei Bedarf einen neuen Einbettungscode. Prüfe die geteilte Fassung nach dem erneuten Öffnen.
Probiere dieselben Regeln mit deinen Daten
Ändere die vier Zeilen und prüfe, ob Titel und Zählregel noch passen. Die Schaltfläche „Im Maker öffnen“ übernimmt die Werte. Weitere Darstellungen findest du bei den Balkendiagramm-Beispielen und in der Übersicht der Diagrammarten.
Probiere es mit deinen Daten
| Beschriftung | Wert |
|---|---|
| Web | 48 |
| 36 | |
| Empfehlung | 24 |
| Veranstaltung | 12 |
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